Psychotherapeutische Begleitung

Psychotherapeutische Begleitung ist angezeigt, wenn sich wiederkehrende Themen nicht aus eigener Kraft lösen lassen und das Allgemeinbefinden beeinträchtigen. Seien es Bereiche aus dem Arbeitsleben, dem Familienleben oder im Freundeskreis. Oftmals wissen die Betroffenen sogar, dass etwas getan und gesagt werden muss und stellen fest, dass es nicht reicht, darüber zu reden oder sind nicht in der Lage dazu. Der nächste Schritt nach der Erkenntnis und der Bereitschaft etwas zu verändern, bedarf einer wertfreien, neutralen und professionellen Unterstützung.
Die heilkundliche Psychotherapie ist eine wertvolle Hilfe bei: Angststörungen, sowie Phobien und Panikstörungen, weiterhin bei Schlafstörungen, entstanden unter anderem durch Grübeleien, Gedankenschleifen oder Sorgen. Ein neuer Wohnort, eine neue Arbeitsstelle oder der Verlust der alten Arbeit ist eine Herausforderung und bei manchen Menschen führt dies zu Anpassungs- und Belastungsstörungen. Auch leichte Depressionen mit einem Auslöser oder ohne erkennbaren Ursprung sind behandelbar. Diese Lebenskrisen, zu denen auch körperliche Krankheiten zählen, zwingen zum Umdenken und können, wenn sie psychotherapeutisch begleitet werden, zu Wachstum an Erkenntnis, an Vertrauen und Akzeptanz führen.
Kam es bereits zu einem Burnout, weil mehr Energie zur Bewältigung der Aufgaben benutzt wurde, als zur Verfügung stand, ist dies ein wichtiger Hinweis auf den Umgang mit sich selbst.

Personenzentrierte Gesprächstherapie nach Rogers

Im Mittelpunkt der personenzentrierten Psychotherapie und Beratung steht die Person und nicht das Problem. In jedem von uns steckt das Potential zum Wachsen. Es gilt, dieses Potential zu erkennen und zu entfalten. Kurz zusammenfassend lässt sich diese Form der Therapie als Hilfe zur Selbsthilfe beschreiben.
Die Haltung des Therapeuten beruht auf Echtheit in der Begegnung mit dem Klienten. Im Fokus stehen die gelebten und verborgenen Gefühle, die nach und nach einen neuen Stellenwert im Leben bekommen dürfen. Eine wertfreie Anerkennung von dem, was ist, trägt zu mehr Selbstachtung bei. In der Therapie erfahren Betroffene Akzeptanz und Wertschätzung und lernen, Ihre verborgenen Fähigkeiten zu entwickeln sowie eigenständig Lösungen für ihre Probleme zu finden.
Die personenzentrierte Gesprächstherapie nach Rogers ist wissenschaftlich fundiert und die Wirksamkeit ist in zahlreichen klinischen Studien empirisch belegt.

EMDR

Die Abkürzung EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing - in Deutsch: Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegung. Sie ist eine Methode zur Behandlung traumatischer Erfahrungen und wurde 1987 von Francine Shapiro entwickelt. Dabei können abgespeicherte, belastende innere Bilder, Informationen, Gedanken und Erinnerungen aufgearbeitet werden. Dies geschieht mit Hilfe von bilateralen Stimulationen, z.B. durch Augenbewegungen oder Tappen. Dadurch können gezielt Prozesse im neuronalen Netzwerk aktiviert werden und neue Verbindungen entstehen, so dass das Problem an Intensität verliert. EMDR hat sich bei folgenden Indikationen gut bewährt:

• Reaktionen auf Traumatisierungen
• Bewältigung von Trennungen und Trauer
• Ängste, Phobien, Panikstörungen
• Bewältigung von Unfallfolgen
• Zwangshandlungen
• chronische Schmerzen und psychosomatische Störungen

Bei einem schockierenden Erlebnis reagiert unser Nervensystem in einem Bruchteil einer Sekunde. Wird die Verbindung zwischen der linken und rechten Gehirnhälfte dabei unterbrochen, werden innere Bilder, Emotionen und Gedanken getrennt voneinander abgespeichert. Das hat zur Folge, dass belastende Erlebnisse als immer noch gegenwärtig empfunden werden, auch wenn sie schon lange zurückliegen. Durch die Rechts-Links-Stimulierung des Gehirns mittels Augenbewegungen kommt es zu einer Neuvernetzung der blockierten Verbindungen im Gehirn und zu einer Verknüpfung der isoliert abgespeicherten Erlebnisse des Traumas. Durch die Neuverarbeitung tritt das Ereignis immer mehr in den Hintergrund. Die Erinnerungen sind noch existent, werden aber als abgeschlossen, vergangen gesehen und nicht mehr als belastend empfunden.